Teufelszunge - (Amorphophallus konjac)
der kleiner Bruder des Titanwurz :-)

Die Teufelszunge ist auch unter dem Namen Tränenbaum bekannt und die Wurzelknolle als Konjakwurzel.
Ursprünglich stammt sie aus Südostasien und vor allem in Vietnam sehr verbreitet. Heutzutage kommt sie aber fast in ganz Asien vor.
Anfang des Jahres bildet die Knolle eine Blüte, welche nach einigen Tagen eingeht und sich von der Knolle trennt.
Im Mai-Juni schlagen aus der Knolle doppelt gefiederte Blätter, welche bis zum Spätherbst erhalten bleiben. Dann trennen sie sich von der Knolle und es beginnt die Ruhephase.

Die Blüte besteht aus einem dunkelvioletten, fast bordeaux-farbigen Kolben, welcher von einem Hochblatt – Spatha genannt – umhüllt ist.

Auf dem Kolben befinden sich oben die männlichen und unten die weiblichen Blüten.

Züchtung der Teufelszunge

Die Knollen vermehren sich, indem sie sich unterirdisch voneinander trennen. Nach einigen Jahren erreichen sie die Grösse bei der sie Blüten tragen können. Die Knollen können voneinander getrennt ausgepflanzt werden.
Die Knollen können in Zeitungspapier eingepackt überwintern. Man sollte sie ab Januar in einen Blumentopf einpflanzen.
Achtung! Die Knollen bilden ihre Blüten auch ohne Einpflanzung in Blumenerde. Bei schon ausgeschlagenem Blütenstab sollte die Wurzel nicht mehr ganz mit Erde bedeckt werden.

Verwendung der Knolle:

Aus der Konjakwurzel wird in der Lebensmittelindustrie der Stoff E425 gewonnen. Es wird behauptet, dass dieser beim abnehmen von Körpergewicht behilflich sein könne.
Mein Zweifel besteht darin, dass dieses Mittel im Magen aufquellt und ein völliges, gesättigtes Gefühl auslöst. Ob das für den Magen ungefährlich ist, hat noch niemand so richtig untersucht.
Eins ist klar: Die in Asien erstellten Gelee-Waren wurden in den USA und Kanada als schädlich eingeschätzt und verboten.

Naturheilmittel:

Geraspelte Knollen als Packung heilen Gelenkerkrankungen und Rheuma.
Extrakte aus der Knolle der Teufelszunge können auf die unreine Haut aufgetragen werden, wodurch die Haut geschmeidig wird. Darüber hinaus beschleunigt sich die Vermehrung der Hautzellen.